markus hofer

orfeus kharm

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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vierdimensionale gedichte sind das ergebnis eines dichtens mit anderen mitteln. es handelt sich um ein dichten mit dingen (objekten), dingfragmenten (konjunktionen), ein dichten mit verstreut vorgefundenem zeug. auch das wort, mit ihm der begriff, in einer langen tradition (brauch) stehend, wird vorgefunden, aufgefunden wie wir dinge/zeug auffinden. das wort repräsentiert und stellt so etwas außerhalb von ihm vor, etwas geschautes, erlebtes, gedachtes … die dinge und das zeug zeigen sich in ihrer reinen präsenz, sie verweisen vorerst auf nichts außer sich; erst in der kommunikation untereinander, in ihrem sich wechselseitig bedeuten, geraten sie außer sich und suggerieren uns einen sinn … die „logik“ der vierdimensionalen gedichte folgt der „logik“ des Ornaments (der logik des ich), so wie die schrift letzthin ornament ist. orfeus kharm (2005?)